Ötztal – Obergurgl

Eine Reise durchs Ötztal … und in die Steinzeit.

Ein Transfer von Innsbruck nach Obergurgl führt uns durchs Ötztal zur unumstritten bekanntesten und beliebtesten Destination für Ski Fahrer aus aller Welt.  Kaum bekannt ist jedoch, dass das Dorf Obergurgl lediglich ein Teil der Gemeinde Sölden darstellt, allerdings mit seiner 1927 m Seehöhe das höchst gelegene Dorf mit eigener Kirche in Österreich ist.

Der Name „Gurgl“ wurde urkundlich erstmals 1250 erwähnt und leitet sich von vom Altdeutschen Wort „Gurgall“ ab, was so viel wie „Ort im Gletscherkranz“ bedeutet. Aber bis uns die klare Wintersonne, die von eisblauen Berggipfeln reflektiert wird, dazu veranlasst, unsere Sonnenbrillen aufzusetzen, haben wir noch eine wildromantische Reise durch das längste Seitental es Inntals vor uns:

Das Ötztal und seine Gemeinden

Wir verlassen die Inntalautobahn und erreichen bei Ötztal-Bahnhof den Eingang ins Tal. Nun befinden wir uns auf 670 m Seehöhe. Die Ötztalstraße  B 186 führt uns über fünf Talstufen und Klimazonen, die durch Schluchten und Engen voneinander getrennt sind. Im ersten Talbecken erreichen wir den Ort Ötz mit seinen ca. 2.300 Einwohnern am Fuß des über 3.000 m hohen Acherkogels.

Vom besonders milden Klima profitiert hier insbesondere die Landwirtschaft mit ihren fruchtbaren Getreidefeldern. Gleichzeitig bietet der Tourismus den meisten Bewohnern von Ötz einen sicheren Arbeitsplatz.

Ötz: Sommer & Winter ist immer eine Reise wert

Piburgersee im Ötztal

Piburgersee im Ötztal

Die markante Berglandschaft rund um Ötz lockt im Sommer und Herbst Wanderer, Mountainbiker und Kletterer aus aller Welt an. Ein beliebtes Ausflugsziel ist der Piburger See, dessen tiefblaues Wasser von dunkelgrünem Wald eingefasst ist.

Der Schwerpunkt des Tourismus liegt hier jedoch auf dem Wintertourismus mit dem Skigebiet Hochötz – Kühtai. Lifting im Kühtai und Pistenspaß in Hochoetz, das ist die neue Skiregion Kühtai – Hochoetz. Beide Skigebiete sind verbunden mit einem gemeinsamen Skipass! Dazu kostenloser Bustransfer im Halbstundentakt zwischen Hochoetz (Ochsengarten) und Kühtai.

Umhausen:  Kurzentrum, Stuibenfall , Steinzeit

Nach nur 10 minütiger Fahrt von Ötz Richtung Süden erreichen wir die zweite Talstufe des Ötztals und die auf den ersten Blick unscheinbare Gemeinde Umhausen. Sie gilt als die älteste Dauersiedlung des Tals.

Dem Wintersportler wird Umhausen nur von seiner Durchreise in Erinnerung bleiben. Doch es gibt zahlreiche Gründe, für die sich ein Verweilen lohnt.

Kurzentrum Umhausen

Durch die runden Formen des Gebäudes, die in sattem Orange gehalten sind, ist das Kurzentrum schon von Weitem von der Straße aus zu sehen.

Hier wird das Vorkommen von radonhaltigem Wasser für schmerzstillende Behandlungen und Linderung bei rheumatischen Erkrankungen genützt.

Stuibenfall – Tirols höchster Wasserfall

Umhausen ist auch ein beliebter Ausgangspunkt für eine Wanderung zu Tirols höchstem Wasserfall. Er wird von Schmelzwasser gespeist und hat daher im Sommer seine größte Wasserführung. Am 21. Mai 2016 wurde nach zweijähriger Bauzeit eine Stahlkonstruktion mit 728 Stufen und einer 80 Meter langen Hängebrücke zu den Aussichtsplattformen eröffnet.

Das Ötzidorf und Ötzi – der Mann aus dem Eis

Seit der Entdeckung des Mannes im Eis – Ötzi genannt – im Jahre 1991, wurde das Ötztal um eine kulturelle Sensation reicher. Die weltberühmten Funde aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. bilden ein archäologisches Aushängeschild für die gesamte Ötztalregion, und sind, wie der Name der Gletschermumie schon sagt unwiderrufbar mit diesem Tal und seinen Bergen verbunden.

Der Besuch des Ötzi Dorfes versetzt uns zurück in die Steinzeit und gibt uns einen tiefen Einblick in das Leben unserer Vorfahren.

Längenfeld und der Aqua Dome

Längenfeld im Ötztal

Längenfeld im Ötztal

Wir haben Umhausen hinter uns gelassen, sind 9 km an der Ötztaler Ache entlang gefahren und erreichen nun Längenfeld mit dem Aqua Dome, die größte Gemeinde des Tals.

Bis ins 20. Jahrhundert war der Flachsanbau die Haupteinnahmequelle für die Bürger von Längenfeld. Dieser Wirtschaftszweig starb schließlich aus und wurde vom Tourismus abgelöst. Zwar besitzt Längenfeld kein eigenes Skigebiet, die Nähe zu den berühmten Skiregionen Sölden – Hochsölden sowie Obergurgl – Hochgurgl machen den Ort für Wintersportler äußerst attraktiv. Die zahlreichen Hotels, Pensionen und Appartements punkten insbesondere durch wesentlich günstigere Angebote verglichen mit dem Hotspot Sölden.

Berühmt wurde Längenfeld jedoch bereits 1830 durch seine Thermalquelle, die rund 60 Jahre später von Fremdenverkehrs-Pionieren zu einem Kurbad ausgebaut wurde. In den 1960er Jahren versiegte die Quelle jedoch aufgrund von Entwässerungsprojekten.

Eine 1997 durchgeführte Tiefenbohrung auf fast 1.900 m konnte die 68 Grad heiße Quelle wieder erschließen. Das Wasser ist heute offiziell als Heilwasser anerkannt. Jährlich genießen ca. 350.000 Besucher im Aqua Dome seine erholsame und heilende Wirkung.

Sölden – das Dorf der Superlativen

Inzwischen sind wir tief ins Ötztal vorgedrungen, haben 1370 m Seehöhe erreicht und sind in einer Gemeinde angekommen, die mit außergewöhnlichen Kennzahlen aufhorchen läßt.

Sölden ist Österreichs flächengrößte Gemeinde wovon 146 m² von Gletschern bedeckt und  nur 1% des Gemeindegebietes verbaut ist.

Auf rund 3.200 Einwohner kommen über 2,1 Mil. Nächtigungen pro Jahr.

Sölden und der Wintertourismus sind untrennbar miteinander verbunden. Der Hauptteil des Skigebietes befindet sich auf über 2.000 m Seehöhe, kann mit zwei Gletschern, dem Rettenbachferner und dem Tiefenbachferner aufwarten und ist auch Austragungsort des jährlichen FIS Skiweltcup.

Von Hitchcock bis James Bond 007 – Sölden ist weltberühmt

Auch für Nicht-Skifahrer ist Sölden keine Unbekannt.

1926 drehte Alfred Hitchcock in Sölden und Obergurgl den Film „Der Bergadler“. Der Film gilt als verschollen und ist laut dem Britsh Film Instiute der meistgesuchte Film der Welt.

1940 war der Berghof etwas oberhalb von Sölden Drehort für „Die Geierwally“.

Tragische Filmberühmtheit erlangte der Söldner Ortsteil Vent im Jahre 2009 als hier der Abgang der Jahrhundertlawine von Galtür nachgestellt wurde.

Den Höhepunkt in Söldens „Filmgeschichte“ bildeten die Dreharbeiten zu Spectre im Winter 2014 / 2015 am Gaislachkogl im Restaurant Ice Q .

Obergurgl: der Diamant der Alpen

Wir lassen Sölden hinter uns und begeben uns auf die letzte Etappe auf unserer Reise durch das Ötztal. Spätestens jetzt sind wir dankbar, ein Taxi gewählt zu haben, das über einen leistungsstarken Allradantrieb verfügt. Denn vor uns liegen 14 kurvenreiche steile Kilometer, die im Winter für einen unerfahrenen Autofahrer zum unüberwindlichen Hindernis werden können.

Nach ca. 20 Minuten glitzert uns ein wahres Juwel entgegen. Obergurgl, der Diamant der Alpen, eingefaßt in bis zu 3.500 m Hohe Berggipfel mit schneebedeckten Hängen im strahlenden Sonnensein.

Schneesicherheit bis in den April, eine atemberaubende Bergkulisse und Gastronomie auf höchstem Niveau locken jährlich rund 85.000 Gäste an.

Top Mountain Crosspoint

Seit April 2016 ist die berühmte Skiregion um eine Attraktion reicher.

Anlässlich der Eröffnung des Top Mountain Crosspoint nahm die Liftgesellschaft Hochgurgl die neue 10er-Gondelbahn am Kirchenkar in Betrieb. Die Talstation der modernen Seilbahnanlage ist im multifunktionalen Komplex integriert. Dieser beinhaltet auch ein Bedienungsrestaurant, die Mautstation der Timmelsjoch Hochalpenstraße sowie das höchstgelegene Motorrad-Museum Europas. Die Investitionskosten für das Projekt belaufen sich auf 23 Millionen Euro.

 

Wir sind angekommen – Ihr Urlaub kann beginnen

Vor 1h 20min sind wir am Flughafen Innsbruck los gefahren. Für mich ist die Zeit wie im Flug vergangen und ich bedaure es fast ein wenig, dass wir unser Ziel schon erreicht haben. Es gäbe noch so viel mehr zu erzählen.

Aber ich sehe, dass die Bergkulisse Sie bereits in ihren Bann gezogen hat. Mit einem Lächeln verabschiede ich mich. Ich weiß, dass Sie hier unvergeßliche Tage verbringen werden und freue mich, auf Ihre Erzählungen, wenn ich Sie wieder zum Flughafen zurück bringe.

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